Der kirgisische Vizepremierminister Edil Baisalov hat vorgeschlagen, das visumfreie Regime für US-Bürger zu überprüfen. Dies schrieb er in seinem Account auf X. Baisalov reagierte damit auf neue Anforderungen, die kürzlich vom US-Außenministerium angekündigt wurden, wonach Kirgisen bei der Beantragung eines Geschäfts- oder Touristenvisums für die USA eine Kaution von bis zu 15.000 US-Dollar hinterlegen müssen.
„Die Visumpolitik ist eine Frage der Gleichberechtigung und des gegenseitigen Respekts. Wenn für unsere Bürger solche hohen Barrieren eingeführt werden, können wir nicht so tun, als wäre nichts geschehen“, schrieb der Vizepremierminister.
Die neuen Visaregeln für Kirgisen, die in die USA reisen möchten, treten am 21. Januar in Kraft. Bei der Beantragung von B-1- und B-2-Visa müssen sie eine Kaution zwischen 5.000 und 15.000 US-Dollar hinterlegen. Diese wird nicht zurückerstattet, wenn sich der Status ändert oder die Aufenthaltsdauer überschritten wird. Die Höhe der Kaution wird individuell vom Konsularbeamten während des Interviews festgelegt.
Zudem müssen genehmigte Antragsteller in die USA nur über drei internationale Flughäfen einreisen: Logan (Boston), Kennedy (New York) und Dulles (Washington).
Wie die Publikation The Diplomat erinnert, können US-Bürger seit 2012 visumfrei nach Kirgisistan einreisen. Kirgisische Bürger konnten noch nie visumfrei in die USA einreisen. „Die Visumpolitik war trotz Baisalovs Kommentaren nie direkt gegenseitig – und schon gar nicht in Bezug auf die Vereinigten Staaten“, betonte der Autor des Artikels.