Die internationale Kulturorganisation TÜRKSOY hat das Museum des Zentrums für Islamische Zivilisation in Usbekistan als „bestes Museum der Turkwelt» ausgezeichnet. Das teilte der Pressedienst des Zentrums mit.
Das entsprechende Zertifikat überreichte TÜRKSOY-Generalsekretär Sultan Rajew der Leitung des Zentrums persönlich.
„Im Namen von TÜRKSOY wurden heute drei Zertifikate verliehen. Das erste erhielt die 100-bändige Buchreihe ‚Perlen der Literatur der Turkwelt', die auf Initiative von Präsident Shavkat Mirziyoyev erarbeitet wurde. Ein derart umfangreiches Werk war in der Turkwelt bislang ohne Beispiel und gilt als bedeutende usbekische Initiative. Kasachstan, Aserbaidschan und Kirgisistan arbeiten derzeit an eigenen Ausgaben mit 20, 30, 40 beziehungsweise 50 Bänden. Die Sammlung wurde daher als einzigartiges literarisches Phänomen der Turkwelt anerkannt und in der Kategorie ‚Bestes Literaturprojekt der Welt' ausgezeichnet. Das zweite Zertifikat erhielt das Zentrum für Islamische Zivilisation in der Kategorie ‚Bestes Museum der Turkwelt' – eine hohe Anerkennung seitens TÜRKSOY. Zudem wurde das Museum in die TÜRKSOY-Vereinigung der Museen der Turkwelt aufgenommen», sagte Rajew.
Die Zeremonie fand im Rahmen eines internationalen Forums in Taschkent statt. TÜRKSOY erklärte, die Entscheidung spiegele die hohe Bewertung der in kurzer Zeit erzielten Leistungen des Zentrums wider.
An dem Forum nahmen Wissenschaftler aus der Türkei, Frankreich, Italien, Deutschland, den USA, Großbritannien, Russland, China, Indien, dem Iran und Kasachstan teil. Diskutiert wurden die Geschichte der Timuriden-Ära, das politische System jener Zeit, Stadtplanungstraditionen sowie die Entwicklung von Wissenschaft und Kultur.
Der Direktor des Zentrums, Firdavs Abduchalikov, würdigte die Auszeichnung als Beleg für die Qualität der geleisteten Arbeit. „TÜRKSOY ist einer unserer verlässlichsten Partner. Die Zusammenarbeit besteht seit langem. In diesem Jahr wurden Vereinbarungen über gemeinsame Veranstaltungen getroffen, darunter ein internationales Jugendforum und ein Festival der Handwerker aus Turkstaaten», so Abduchalikov.
Die Forumsteilnehmer hoben zudem die Bedeutung des Timuriden-Erbes für die kulturellen Beziehungen zwischen Europa und Asien hervor und betonten den Wert internationaler wissenschaftlicher Kooperation.
ℹ️ Das Zentrum für Islamische Zivilisation wurde in der usbekischen Hauptstadt neben dem Hast-Imam-Komplex errichtet. Das Gebäude orientiert sich am Stil mittelalterlicher Architekturdenkmäler: Vier Portale von je 34 Metern Höhe rahmen eine zentrale Kuppel von 65 Metern. Zum Komplex gehören ein Koransaal, ein Konferenzsaal mit 460 Plätzen sowie ein Museum, dessen Ausstellungen die Geschichte Usbekistans von der vorislamischen Zeit bis zur Gegenwart abdecken. Das Zentrum soll als Plattform für die Erforschung des kulturellen Erbes und dessen zeitgemäße Interpretation dienen – in enger Zusammenarbeit mit der Internationalen Islamischen Akademie Usbekistans und wissenschaftlichen Einrichtungen weltweit.



