Die Behörden Usbekistans beabsichtigen, den Touristenstrom aus den Vereinigten Staaten von Amerika zu erhöhen, insbesondere durch die Eröffnung neuer Konsulate und die Erweiterung der Flugverbindungen zwischen den Ländern. Dies erklärte der Botschafter der zentralasiatischen Republik in den USA, Furkat Sidikow, wie Gazeta.uz berichtet.
Der Diplomat erinnerte daran, dass Usbekistan seit Beginn dieses Jahres für alle amerikanischen Staatsbürger ein visumfreies Regime eingeführt hat. Ihm zufolge besuchten 2024 25.000 Touristen aus den USA die Republik, nach der Ankündigung der Visumerleichterungen stieg die Zahl auf 40.000.
„Die Dynamik ist offensichtlich, und mit der richtigen Arbeit kann dieser Indikator erheblich gesteigert werden“, fügte Sidikow hinzu.
Der Botschafter wies darauf hin, dass die Eröffnung neuer Vertretungen des Landes in Amerika zusätzliche Möglichkeiten zur Förderung der Tourismusbranche bieten wird. So gab es hier 30 Jahre lang nur die usbekische Botschaft in Washington und das Generalkonsulat in New York. Nun sind drei neue Generalkonsulate geplant: im Bundesstaat Washington sowie in den Großstädten Chicago und San Francisco.
Wie Sidikow berichtete, ist Usbekistan heute das einzige Land in Zentralasien, das die USA mit dieser Region und Europa verbindet. Flugverbindungen werden fünfmal pro Woche durchgeführt, aber derzeit wird die Möglichkeit zusätzlicher Flüge geprüft, insbesondere nach Florida oder Kalifornien. Dies wird sich ebenfalls positiv auf die Entwicklung des Tourismus in der zentralasiatischen Republik auswirken.
Der Botschafter nutzte die Gelegenheit, um Reiseveranstalter aufzufordern, Produkte zu entwickeln, die auf amerikanische Reisende zugeschnitten sind, da der hiesige Markt recht anspruchsvoll ist und oft standardisierte Pauschalangebote nicht funktionieren.
Zusätzlich schlug der Diplomat vor, Pakete für Landsleute – aus Usbekistan stammende Personen, die in den USA leben – zu entwickeln. Sidikow zufolge verlieren viele Einwanderer der jüngeren Generation die Sprache und die Verbindung zur Heimat. Daher würden usbekische Familien bei speziellen Touren ihre Kinder sicher gerne in die Republik bringen, um sie mit Samarkand, Buchara und anderen historischen Stätten bekannt zu machen.
Darüber hinaus gibt es gute Perspektiven für die Entwicklung von Bildungs- und Sporttourismus.
Sidikow betonte, dass Usbekistan alle Anstrengungen unternimmt, um das Land im Ausland zu fördern und bekannt zu machen. Parallel dazu ist geplant, die Finanzierung der „Werbung“ für das touristische Potenzial zu erhöhen. Dafür werden Kontakte zu bekannten Bloggern und Medien geknüpft. Beispielsweise wird derzeit mit dem Sender National Geographic zusammengearbeitet. Nach Angaben des Botschafters wird noch in diesem Jahr ein Team des Senders nach Usbekistan kommen, um einen Dokumentarfilm über die Republik zu drehen.



