Usbekistan wird seine Tourismusmarke auf prioritären Märkten bewerben: von den USA bis Skandinavien

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Die Behörden Usbekistans werden eine neue Marketingstrategie zur Bewerbung des touristischen Potenzials der Republik auf prioritären Märkten entwickeln und umsetzen. Zu diesen Märkten gehören die USA, die Staaten des Persischen Golfs, Indien, China und Skandinavien. Diese Frage wurde auf einer Sitzung zur Entwicklung des Tourismus und zur Organisation großer Kulturveranstaltungen erörtert, die unter dem Vorsitz des usbekischen Präsidenten Shavkat Mirziyoyev stattfand, wie sein Pressedienst mitteilte.

Der Präsident des Landes wies die Beamten auch an, die Präsenz Usbekistans auf internationalen Tourismusplattformen auszubauen, digitalen Content zu entwickeln und große Medienplattformen sowie Meinungsführer anzuziehen.

Besondere Aufmerksamkeit wurde der Digitalisierung der Branche gewidmet. Insbesondere wies Mirziyoyev an, eine Nationale Tourismusplattform mit Integration staatlicher und privater Informationssysteme zu starten, proaktive Dienste für Reisende und Unternehmer einzuführen, die Nutzung von bargeldlosen Zahlungen auszuweiten und eine klare Analyse der Touristenströme sicherzustellen. Es wurde betont, dass durch die Digitalisierung der Anteil der Schattenwirtschaft in diesem Bereich reduziert werden soll.

Bei der Sitzung wurden einige Projekte zur Anziehung ausländischer Gäste in das Land erörtert. Insbesondere geht es um die Initiative „Samarkand Heritage Trail“, im Rahmen derer eine einheitliche Touristenroute mit einer Länge von 6,6 Kilometern geschaffen werden soll. Sie wird das Registan-Ensemble, die Komplexe Bibi-Khanym und Shahi-Zinda sowie die Mirzo Ulugbek-Sternwarte verbinden.

Außerdem wird in Samarkand ein neues Museum „Seidenstraße“ entstehen. Dafür wird ein dreistöckiges Gebäude mit einer Gesamtfläche von 19.500 Quadratmetern gebaut, das eine inklusive Umgebung, Ausstellungssäle, Lagerdepots und Bildungsbereiche umfassen wird.

Im Gebiet der Ulugbek-Sternwarte wird das Landschaftsdesign erneuert. Hier wird auch ein neuer Museumstrakt entstehen, Säle für immersive Ausstellungen, angelegte Fußgängerwege, die archäologische Objekte in ein einheitliches Konzept integrieren.

Dem Staatsoberhaupt wurde der Masterplan für Buchara präsentiert, der die Schaffung einer komfortablen städtischen Umgebung, die Entwicklung der Verkehrs- und Tourismusinfrastruktur sowie die Einrichtung eines historisch-ethnografischen Parks als multifunktionalen Komplex mit einem Kongresssaal, einem Amphitheater, einer Bibliothek, einem Food Court, Handels- und Gewerbeeinrichtungen und einem hochklassigen Hotel vorsieht.

Außerdem wurden die Errungenschaften im Bereich Kultur und Tourismus aufgelistet. Beispielsweise fand in Samarkand erfolgreich die 43. Generalkonferenz der UNESCO mit mehr als 3.000 Delegierten aus 190 Staaten statt.

Usbekistan nahm an der Weltausstellung EXPO 2025 in Japan teil, und der Pavillon der Republik „Garten des Wissens“ wurde von etwa 1 Million Menschen besucht.

Die Ergebnisse der Ersten Buchara-Biennale für zeitgenössische Kunst wurden hervorgehoben. Über 70 Tage hinweg wurden auf einem 3,5 Hektar großen Gelände 14 restaurierte Kulturerbestätten genutzt. Die Veranstaltung wurde von etwa 1,8 Millionen Menschen besucht, darunter über 100 hochrangige ausländische Gäste.

Darüber hinaus fanden in Usbekistan Konzerte mit Weltstars statt: ein Auftritt von Jennifer Lopez in Taschkent, Andrea Bocelli in Samarkand und Black Coffee in Chiwa.

Im Jahr 2025 besuchten mehr als 11 Millionen Touristen das Land, der Export entsprechender Dienstleistungen erreichte 4,8 Milliarden US-Dollar, und die Zahl der Staaten, für deren Bürger ein visumfreies Regime gilt, stieg auf 94.

Gleichzeitig wurde auf die Notwendigkeit hingewiesen, den Bereich auf ein Projektmanagementsystem umzustellen, einen einheitlichen Mechanismus zur Schaffung von Tourismusprodukten einzuführen und die Koordinierung groß angelegter Veranstaltungen zu verstärken.