Die Sicherheitskrise um den Iran spitzt sich rapide zu: Der Irak hat den Luftverkehr mit dem Nachbarland praktisch eingestellt, und die USA rufen öffentlich ihre Bürger und die Bürger von Verbündeten dringend dazu auf, den Iran zu verlassen.
Der Irak hat die Absage aller Flüge in den Iran auf unbestimmte Zeit bekannt gegeben, wie unter Berufung auf den Fernsehsender Al-Hadath berichtet wird. Die Entscheidung wurde vor dem Hintergrund der sich verschlechternden Sicherheitslage und der anhaltenden Proteste und Unruhen im Iran getroffen, aufgrund derer bereits zuvor Dutzende internationale Flüge in iranische Städte von verschiedenen Fluggesellschaften der Region gestrichen wurden.
In den letzten Tagen haben große Fluggesellschaften aus der Türkei, den VAE und einer Reihe anderer Länder massenhaft Flüge nach Teheran, Maschhad, Täbris, Schiras und andere Städte gestrichen und sich dabei auf „regionale Ereignisse“ und eine Neubewertung der Risiken berufen. Fachportalen zufolge wurden am Flughafen Imam Khomeini in Teheran innerhalb weniger Tage Dutzende Flüge gestrichen, und ein Teil der verbleibenden wird mit Verspätungen und möglichen zusätzlichen Anpassungen des Flugplans durchgeführt.
Der US-Präsident Donald Trump seinerseits erklärte, amerikanische Bürger sollten den Iran verlassen, und bezeichnete dies als „keine schlechte Idee – da rauszukommen“, als er auf die Frage nach der Notwendigkeit der Ausreise von US-Bürgern und Verbündeten angesprochen wurde. Diese Äußerung fiel vor dem Hintergrund von Diskussionen in der US-Administration über mögliche Militärszenarien gegenüber dem Iran, einschließlich umfangreicher Luftangriffe auf militärische Ziele des Landes, worüber westliche Medien berichtet hatten.
Die Massenproteste im Iran, die steigende Zahl der Opfer und die strengen Kommunikationsbeschränkungen innerhalb des Landes verstärken die Nervosität der Nachbarn und globalen Akteure, die bestrebt sind, die Präsenz von Menschen und Infrastruktur im iranischen Raum zu minimieren. Die gleichzeitige Aussetzung des Luftverkehrs durch den Irak und der offene Aufruf Washingtons an Bürger, das Land zu verlassen, erwecken den Eindruck, dass sich die innere Krise im Iran zu einem breiteren regionalen Instabilitätsmuster ausweitet.



